Oberhalb der 9.800er-Marke beginnt die Luft für den SMI (SMI 9964.24 -0.53%) schnell dünner zu werden. Dort ist auf Grund mehrerer Einflussfaktoren im Chart mit einem erhöhten Abgabedruck zu rechnen: Ein bereits bewährter horizontaler Wendebereich (graue Linie) trifft auf die Mittellinie des seit dem Frühjahr bestehenden Aufwärtstrends (orange) und zugleich auf den Monatsdurchschnittspreis (blau).

Auch der kurzfristige, aus vergangenen Schwankungen berechnete Prognose-Korridor lässt momentan nicht viel mehr Platz, zudem scheint sich auch noch ein neuer Abwärtstrend abzuzeichnen (schwarz punktiert). Alles zusammen wirkt auf Anleger eher abschreckend, insbesondere wenn sie einen eher überschaubaren Investmenthorizont besitzen. Erneute Rückschläge in den Bereich 9’400/9’600 wären aus diesem Blickwinkel keine Überraschung.

Weniger Besorgnis erregt dagegen das mittelfristige Kursbild: Hier steigt der SMI noch, allerdings ist der Prognose-Korridor dieser Zeitebene (blaue Fläche) auch schon leicht nach Süden abgekippt. Solange der Index oberhalb des populären 200-Tage-Mittelwerts (violett) um 9.300/9.400 noch nachgefragt wird, müssen sich Anleger jedoch keine Sorgen machen. Auch ein leichtes Unterschreiten dieser technischen Stabilisierungsmarke bis etwa 9’000 wäre noch unkritisch, und ist im Zuge der traditionellen Sommerschwäche des Marktes auch nicht unrealistisch.

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