Der SMI (SMI 9902.56 0.04%) hat so viel gewonnen, dass die Steigung des bisherigen Aufwärtstrendkanals im Kurzfristchart (schwarz) nach oben angepasst werden musste. Es ist auch möglich, dass dieser Kurskorridor von einem neuen, steileren Nachfolger abgelöst wird (grün). Wahrscheinlicher ist jedoch eine zumindest kurze Konsolidierung in Richtung 9525/9600 an seinen Monatsdurchschnittspreis (blau).

Ein Warnsignal zeigt sich besonders deutlich im Kerzenchart der Vortage: Am Mittwoch stieg der SMI zwar auf ein neues Hoch, wurde zu diesen Rekordpreisen jedoch stark abverkauft, sodass der Tagesschlusskurs letztlich sogar deutlich unter dem Eröffnungskurs lag. Dieser Intraday-Verlauf ist unter Analysten als Shooting Star bekannt und trat zuletzt im März auf (roter Pfeil). Damals drehte der Index für einige Tage nach Süden ab.

Da der Markt sich derzeit ohnehin am oberen Rand seiner langfristigen Tradingrange befindet und zugleich auch in der nördlichen Extremzone seines Schwankungskorridors auf dieser Zeitebene eingedrungen ist (braun), sind die Risiken einer Korrektur vorläufig etwas höher als die Chancen auf eine weitergehende Rally.

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