Die gute Nachricht zuerst: Seit März hat der SMI (SMI 10056.83 -0.08%) eine Serie steigender Zwischentiefs ausgebildet, die sich mit einer Trendlinie (grün) verbinden lassen und ein kleines Indiz für den allgemeinen Trend liefern. Doch innerhalb dieser Zeitspanne zeigte der Markt gleichzeitig auch immer wieder ausgeprägte Schwächeepisoden, Anfang Mai verlor er fast 500 Punkte – ein stabiler Aufwärtstrend sieht anders aus. Auch war knapp unter der 9800er-Marke bereits zwei Mal auffällig deutliches Verkaufsinteresse im Chart zu sehen. In der Summe wirkt das Investorenverhalten dadurch eher wie ein schwankungsintensiver Seitwärtstrend mit leicht positivem Grundcharakter. Diese Einschätzung bleibt erhalten, solange die Nachfrage um 9350 weiter fortbesteht.

Insbesondere aus einem etwas erweiterten Betrachtungswinkel ist gut erkennbar, wie der zu Jahresbeginn gestartete, steile Aufwärtstrend inzwischen sämtliche Dynamik verloren hat. Als Untergrenze einer potenziellen Tradingrange, die in der traditionell richtungslosen Sommersaison alles andere als unwahrscheinlich ist, bietet sich im mittelfristigen Chart der um 9200 erkennbare Wendebereich an. Stabilisierend dürfte auch der 200-Tage-Durchschnittspreis wirken (violett), der am unteren Rand des Schwankungskorridors dieser Zeitebene (blau) verläuft.

Leser-Kommentare