Der Swiss Market Index hat seit Monatsbeginn noch einmal an Geschwindigkeit zugelegt und den ohnehin bereits vorhandenen Aufwärtstrend der Vorwochen (grün) nach oben durchbrochen. Diese Beschleunigung birgt auch eine grössere Korrekturgefahr, zumal nun der obere Rand des Prognosekorridors (graue Fläche) erreicht ist, der rund 90% aller Kursschwankungen abdeckt.

Der aus vergangenen Marktbewegungen berechnete Korridor kann in Ausnahmefällen auch bis an eine erweiterte Grenze (hellgrau) reichen, die aktuell bis etwa 9680 geht. Dieses (weiter steigende) Kursziel ist jedoch in der ersten Wochenhälfte nur im Idealfall erreichbar, wahrscheinlicher ist bereits jetzt eine deutliche Verlangsamung der Aufwärtsbewegung, eventuell sogar ein Rückfall an den früheren Aufwärtstrend bei aktuell 9480.

Aus der Perspektive der Vorjahre ist der um 9550 verlaufende, markttechnische Widerstandsbereich der beiden Rekordstände von 2007 und 2015 noch nicht ausreichend überschritten.

Ein erneuter Umschwung nach Süden bleibt vorerst möglich, allerdings ist der SMI (SMI 8847.96 -0.15%) diesmal nicht besonders überhitzt – dadurch sinkt das Risiko: Aktuell verlaufen die Kurse rund 5% über ihrem 200-Tage-Durchschnitt, erst Werte ab 8% werden gefährlicher, kritisch wird es sogar erst bei rund 16% (violetter Indikator im zweiten Chart unten).

Damit bleibt eine Spekulation auf steigende Kurse nach einer Konsolidierung weiter zu bevorzugen. Passende Papiere dafür zeigt beispielhaft die Tabelle unten.

Leser-Kommentare