Ausgehend vom letzten markanten Umkehrpunkt Anfang Oktober kletterte der SMI (SMI 11154.53 -0.96%) rund 650 Punkte oder um knapp 7%. Trotz dieser für den Index ungewöhnlich dynamischen Aufwärtsbewegung ist es bisher nicht zu Gewinnmitnahmen gekommen. Anleger, die investiert sind, bleiben im Markt und rechnen offenbar mit weiter steigenden Kursen. Wer noch nicht oder zu gering engagiert ist, muss zu immer höheren Preisen einsteigen, um nicht in Performancerückstand zu geraten. Dieser Effekt sichert den SMI derzeit auch gut auf der Unterseite ab.

Rücksetzer bis an die Südgrenze des Schwankungskorridors (grau) bei 10’200 sind dennoch jederzeit möglich. Selbst eine harmlose Korrektur bis an die Ausbruchsregion um 10’100/10’150 (roter Kreis) ist unbedenklich und dürfte von Schnäppchenjägern genutzt werden. Auf der Oberseite besteht hingegen nur geringer Spielraum. Das statistische Potenzial reicht zum Wochenschluss bis 10’400 (grüner Kreis).

In der mittelfristigen Perspektive ist der SMI bereits in den oberen Extrembereich des auf dieser Zeitebene berechneten Vorhersagekanals (blau) eingetaucht. Der Markt ist somit leicht überhitzt und anfällig für Gewinnmitnahmen. Eine Konsolidierung wäre daher wünschenswert und dürfte sich als Ausgangspunkt einer weiteren Aufwärtsbewegung erweisen. Der intakte positive Trend lässt schon jetzt mit Zuversicht auf das Börsenjahr 2020 blicken.

(Quelle der Grafiken: www.iquant.ch)