Um 8700/8800 trifft der SMI (SMI 8986.72 0.77%) auf eine gesteigerte Nachfrage, so dass sich die steile Abwärtsbewegung der Vorwochen hier zunächst abschwächte. Doch weitere Verluste des Marktes in Richtung des im Tageschart gut erkennbaren Bereichs um 8200/8480 sind wahrscheinlich – dort liegen bereits mehrere Wendepunkte seit dem Jahr 2015.

Zuvor ist eine kurze Atempause möglich, denn der Index ist zu schnell gefallen: Aktuell verläuft er fast sieben Prozent unter seinem Monatsdurchschnittskurs (blauer Indikator im unteren Chartbereich). Schon ab einer Differenz von fünfeinhalb Prozent steigen die Chancen auf eine kurzzeitige Bodenbildung erheblich an. Allerdings sollten sich Investoren von dieser bevor stehenden Entspannung nicht in die Irre führen lassen, denn der kurzfristige Trend zeigt momentan klar nach unten.

Der Kursverlauf der Vorwoche hat die Grundstimmung am Markt gut wiedergegeben: Nach dem Einbruch an ein Zwischentief knapp über der 8730er-Marke erholte sich der Index bis an die erste charttechnische Barriere bei rund 9050/9200, ohne jedoch ernsthaft daran zu kratzen. Dann folgte der nächste Ausverkaufs-Schub auf ein neues Bewegungstief deutlich unter 8700 Punkten. Daran ist klar zu erkennen, dass schon kleinere Stärkephasen von Marktteilnehmern zum Ausstieg genutzt werden – ein klar negatives Signal. Auch die nächste Erholung dürfte ähnlich verlaufen, sie wird daher eine gute Möglichkeit darstellen, um günstig weitere Put-Positionen zur Depotabsicherung zu erwerben (passende Papiere siehe Tabelle).

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