Der SMI (SMI 10018.84 0.05%) notierte am Dienstag erstmals über 10’000 Punkten, doch was bedeutet dieser optisch auffällige Schwellenwert für den Index? Der Sprung über die 9000er-Marke war ein schlechtes Vorzeichen – kurz darauf startete eine Korrektur bis fast 4000 Punkte, es dauerte acht Jahre, bis der Index wieder sein Ausgangsniveau erreicht hatte. Und auch beim erstmaligen Kontakt mit der 8000er-Marke folgte eine massive und lang anhaltende Korrektur. In beiden Fällen zeigt der Chart des SMI aber unmittelbar zuvor eine lange Rally – anders als jetzt. Und beim Durchbruch über 6000 und 7000 Punkte stoppte der Anstieg des Index jeweils nur kurz bis gar nicht.

Problematisch ist derzeit eher der mittelfristig überhitzte Marktzustand, gemessen an der Position des SMI innerhalb seines Schwankungskorridors (blau). Dessen obere Grenze ist fast erreicht, was erfahrungsgemäss für eine bald bevorstehende Trendpause spricht. Sie muss nicht in Form einer stärkeren Korrektur vonstattengehen, auch eine Seitwärtsbewegung ist denkbar. Anleger müssen daher jederzeit Rückschläge bis 9760/9790 oder sogar in den Bereich 9500/9600 einkalkulieren. Schlimmeres ist vorerst aber nicht zu erwarten.

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