Für den SMI (SMI 10205.46 -2.92%) kann vorerst wieder Entwarnung gegeben werden: Am Freitag eroberte der Index verlorenes Terrain zurück und setzte sich wieder von seiner 21-Tage-Linie (blau) nach oben ab. Damit verdichten sich die Signale für eine frühe Bodenbildung sowie eine Fortsetzung der Kletterpartie. Trotzdem unterliegt das Aktienbarometer weiterhin den Marktgesetzen. Mit der dynamischen Erholung seit Mittwoch sind die Kurse wieder leicht überhitzt. Auskunft darüber gibt der dunkelgrau eingezeichnete Schwankungskanal, der nun wieder erreicht ist und in dem sich der Index nur in Ausnahmefällen aufhält.

Zum Wochenauftakt ist das Potenzial daher limitiert und reicht bis maximal an die Rekordzone um 10’550. Bleiben die Käufer allerdings am Ball, könnten der Trend des Korridors bereits in den nächsten Tagen ebenfalls wieder steil aufwärts zeigen und so neues Potenzial jenseits der bisherigen Bestmarke eröffnen. Grössere Vorsicht ist hingegen angebracht, wenn der Tagesschluss unter der 21-Tage-Linie bei 10’380 liegt.

Die Vorgaben werden von der mittelfristigen Chart- und Markttechnik bestätigt. Im Idealfall besteht für den SMI Luft bis an einen oberen Aufwärtstrend (grau) bei rund 10’650. Zuletzt scheiterte der Markt im September und im November an der Linie (Pfeile). Bis zum Jahresende steigt der Spielraum bis 10’700/10’750. Dort hätte der Markt auch wieder die Obergrenze des Schwankungskorridors erreicht und wär reif für die nächste Atempause (grüner Kreis).

(Quelle der Grafiken: www.iquant.ch)