Märkte / Aktien

SMI schliesst unter 11’000 Punkten

Der Schweizer Leitindex verzeichnete am Dienstag leichte Einbussen. Schuld sind die Schwergewichte Nestlé, Roche und Novartis.

(AWP) Der Schweizer Aktienmarkt zeigte sich am Dienstagnachmittag nach einem schwachen Vormittagshandel leicht unter dem Niveau des Vortages. Insgesamt sei die Stimmung am Aktienmarkt weiter positiv, auch wenn eine mögliche Ausbreitung von Mutationen des Coronavirus noch als «Damoklesschwert» über den Finanzmärkten hänge, hiess es am Markt.

Der Aufwärtstrend sei noch intakt, meinte auch ein weiterer Analyst mit Verweis auf die bisher für viele Unternehmen gut gelaufene Berichtssaison. Zudem beschleunige die Pandemie derzeit viele Zukunftsthemen wie etwa digitale Währungen oder erneuerbare Antriebsformen. In Deutschland fiel auch die ZEW-Konjunkturumfrage unter Finanzfachleuten überraschend positiv aus. Die US-Börse eröffnete nach dem gestrigen Feiertag fester.

Stabile Grossbanken

Nach unten gezogen wurden die Indizes auch von den schwächelnden Titeln des Börsen-Schwergewichts Nestlé (NESN 98.57 +0.07%). Die beiden Pharma-Schwergewichte Novartis (NOVN 76.89 -1.68%) und Roche  lieferten ebenfalls keine Impulse.  Auch die Titel des Rückversicherers Swiss Re (SREN 88.66 -1.49%) gaben nach.

Etwas fester zeigten sich die Grossbankenwerte UBS (UBSG 14.35 -0.66%) und CS. Die Credit Suisse (CSGN 12.75 -1.7%) wird am Donnerstag ihre Ergebnisse für das Schlussquartal 2020 vorlegen. Clariant (CLN 19.59 +0.31%) erhielten derweil Rückenwind von einem positiven Analystenkommentar.

Bei den Titeln des Bankensoftware-Spezialisten Temenos (TEMN 130.00 -0.19%) hoffen die Investoren auf eine Überraschung bei den am morgigen Mittwoch nach Börsenschluss angekündigten Zahlen, wie im Handel zu vernehmen war.

Nachrichten bewegen

Nach schwachem Start gehörten Straumann (STMN 1'057.00 -2.04%) im Tagesverlauf zur Spitzengruppe. Das Dentalunternehmen hatte mit seinen Resultaten für das Geschäftsjahr 2020 die Erwartungen übertroffen, Marktbeobachter zeigten sich allerdings leicht enttäuscht vom Ausblick (lesen Sie hier mehr).

Nachrichtenmässig spielte die Musik am Dienstag allerdings vor allem im breiten Markt. So brachen die Aktien des Biopharmaunternehmens Santhera (SANN 3.25 -1.52%) nach der Ankündigung einer Kapitalerhöhung ein (mehr dazu hier).

Basilea (BSLN 44.22 -3.62%) fielen nach Jahreszahlen ebenfalls deutlich zurück (lesen Sie hier mehr). In den vergangenen Tagen hatten die Aktien allerdings bereits knapp 10% hinzugewonnen, so dass die – an sich gut ausgefallenen – Ergebnisse manch einem Investor eine Gelegenheit böten, Gewinne mitzunehmen, hiess es im Handel.

Auf der positiven Seite schnellten Addex (ADXN 1.67 -2.91%) nach Studiendaten nach oben. Das Biotechunternehmen sieht die mögliche Wirksamkeit seines Wirkstoffkandidaten in der Behandlung von Alkoholsucht durch neue Daten untermauert.

 

 

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