Innerhalb von nur zwei Handelstagen hat der SMI (SMI 10363.5 0.28%) nahezu die gesamten Gewinne aus dem November ausradiert. Anders als in den vergangenen Wochen stoppten die Verkäufe auch nicht am Monatsdurchschnitt (blaue Kurve). Im Gegenteil: Nachdem am Dienstag eine Stabilisierung am Mittelwert gescheitert war, verstärkte sich der Abgabedruck, und der Markt schloss im Bereich des Tagestiefs.

Ein ähnliches Kursverhalten war Anfang Oktober zu beobachten, als der SMI ähnlich wie jetzt ebenfalls das statistische Potenzial auf der Unterseite ausschöpfte und kurzzeitig überverkauft war (Markierung). Zur Wochenmitte dürfte die Schwankungsbreite hoch bleiben, Verluste bis in die 10’100/10’150er-Region sollten kurzfristig einkalkuliert werden. Stärkere Abgaben darüber hinaus sind hingegen vorerst nicht zu erwarten.

Neben einer markanten horizontalen Wendezone verläuft hier die Grenze des hellblau eingezeichneten Schwankungskanals, der einen Grossteil aller Kursbewegungen umfasst und nur in Ausnahmefällen verlassen wird (roter Kreis in Chart 2). Im Idealfall erweist sich die Region als Sprungbrett für eine Erholung und somit Fortsetzung des übergeordnet intakten Aufwärtstrends.

Eine Neueinschätzung der Lage wäre hingegen erst angebracht, wenn der Markt am 200-Tage-Mittelwert (violett) sowie an der unteren Aufwärtstrendlinie (schwarz) um 9800 nicht gekauft wird und weiter fällt.

(Quelle der Grafiken: www.iquant.ch)

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