Die jüngsten Gewinnmitnahmen beim SMI (SMI 10229.97 0.85%) sind keine Überraschung, denn er hatte sein kurzfristiges Potenzial ausgeschöpft: Am oberen Rand des statistischen Schwankungskorridors (graue Fläche) drehte der Index nach Süden, dort bildet auch einer der aktuell auf dieser Zeitebene erkennbaren Aufwärtstrendkanäle (gelb punktiert) eine Barriere. Der zweite Kanal reicht noch bis rund 10’150 (grün), bevor auch er keinen weiteren Spielraum mehr zulässt. Zugleich bieten alle genannten technischen Einflussfaktoren auch auf der Unterseite erste Orientierungspunkte zwischen 9750 und 9900. Sie fallen dort mit dem Monatsdurchschnittspreis zusammen (blau), der aktuell einen zusätzlichen Stabilisierungsfaktor darstellt und eine erste Korrekturwelle zuverlässig aufhalten dürfte.

Mittelfristig ist theoretisch Luft bis 9600 an den unteren Randbereich des aus dieser Perspektive erkennbaren Schwankungskanals (blaue Fläche) sowie bis an die untere Begrenzungsgerade des Aufwärtstrendkanals. Deutlich darunter hinausgehende Verluste sind im Juli vorerst das unwahrscheinlichere Szenario, nur im Extremfall dürfte der SMI den 200-Tage-Durchschnittspreis (violett) um 9200 testen.