Mut macht derzeit nur der Blick auf die Statistik: Zuletzt notierte der Schweizer Leitindex fast 7% unter seiner 21-Tage-Linie und war damit so kräftig überverkauft wie seit Anfang 2016 nicht mehr. In den zurückliegenden zwei Jahren bildete der Markt häufig schon ab einer Differenz von mehr als 2,5% einen zumindest temporären Tiefpunkt aus. Doch ähnlich wie in der zweiten Jahreshälfte 2015 sollten Anleger auch bei Erholungen vorsichtig bleiben. Vor allem der klare Rücksetzer unter die viel beachtete 200-Tage-Linie (violett) mahnt verstärkt zur Vorsicht.

Fällt der SMI (SMI 8967.43 -0.24%) im Tagesverlauf unter die zuletzt bestätigte Nachkaufzone bei 8700/8800, wäre erst wieder bei rund 8450 mit einer Atempause zu rechnen. Der Bereich dürfte bei einer stärkeren Verkaufsphase aber kaum ausreichend Halt geben. Wesentlich relevanter ist die Ausbruchszone um 8200/8300, die aus zahlreichen Wendepunkten der vergangenen Jahre abgeleitet werden kann. Ausgehend vom aktuellen Niveau sollten daher Verluste von rund 6% einkalkuliert werden.

Eine positive Einschätzung der Situation zeichnet sich vorerst nicht ab. Selbst eine Erholung bis an den jüngsten Hochpunkt und damit die ehemalige Unterstützung bei rund 9050 würde daran nichts ändern. Erst bei einer Rückeroberung der kräftig fallenden 21-Tage-Linie (grün) und damit auch der Barriere bei 9250/9300 würde der Swiss Market Index hinreichend deutliche Signale für eine Neubewertung liefern.

Put-Spekulationen sollten somit bei neuen Schwächesignalen oder nach einer (technischen) Erholung vorerst favorisiert werden. Passende Papiere zeigt die Tabelle unten.

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