Märkte / Aktien

SMI schliesst praktisch unverändert

Die Aktien von Richemont und Swatch Group gaben am Mittwoch deutlich nach.

(AWP)  Der Schweizer Aktienmarkt beendet den Mittwoch im vergleich zum vortag praktisch unverändert. Die Erholung des SMI (SMI 9964.24 -0.53%) vom Vortag war vor allem den defensiven Schwergewichten zu verdanken. Der Ölpreis und die geopolitischen Unsicherheiten blieben auch nach der leichten Entspannung vom Vortag im Fokus.

Für Zurückhaltung sorgt auch die mit Spannung erwartete Zinssitzung der amerikanischen Notenbank. Zwar wird mehrheitlich eine Zinssenkung um einen Viertelprozentpunkt erwartet, Überraschungspotenzial ist gemäss Händlern aber dennoch vorhanden. Beachtung werden dabei auch die weiterführenden Kommentare hinsichtlich der künftigen Schritte des Fed finden.

Der Swiss Market Index (SMI) schliesst 0,05% höher auf 10’018,84 Punkten. Der dreissig Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) avancierte 0,03%  auf 1537,71 Punkte, und der breite Swiss Performance Index (SPI (SXGE 12117.85 -0.5%)) legt 0,13% auf 12’152,9 Punkte zu.

Uhrenaktien unter Druck

Am deutlichsten im Minus beendeten Richemont (CFR 72.3 0.36%) den Tag. Die Aktie wurden einerseits ex Dividende von 2 Fr. gehandelt, andererseits belastete eine Rückstufung durch UBS (UBSG 11.07 -0.32%) auf «Sell». Die Bank macht unter anderem zunehmende Anzeichen einer Verlangsamung bei der grössten Marke Cartier in China geltend.

Auch Swatch Group (UHR 261.5 -0.49%) gaben überdurchschnittlich nach. Für diesen Titel, für den wie für Richemont China ein wichtiger Markt ist, hat UBS das Kursziel deutlich gesenkt und die Empfehlung «Sell» bestätigt. Auch hier wird die Einschätzung mit der abnehmenden Dynamik in China begründet.

Gemäss UBS sind die Valoren der Luxusgüterhersteller derzeit ein Luxus, den man sich nicht länger leisten sollte. Entsprechend stufen die Experten den Sektor von «Overweight» auf «Neutral» zurück. Im bisherigen Jahresverlauf hätten die Aktien der Branche den Markttrend übertroffen und seien mittlerweile technisch gesehen überkauft.

Kühne + Nagel (KNIN 148 -2.5%) wurden von einer Abstufung durch MainFirst etwas gebremst. Dafür erhielten Swisscom (SCMN 502.6 -0.67%), die gegen den Trend zulegen, von einer deutlichen Kurszielerhöhung durch JPMorgan Unterstützung.

AMS und Healthcare gesucht

Wie am Vortag waren Papiere aus dem Gesundheitswesen eher gesucht. So legten etwa Alcon (ALC 56.7 0.89%), Sonova (SOON 227.2 -0.13%) und Roche (ROG 288.2 -0.38%) zu. Der Basler Pharmakonzern hat für sein Medikament Gazyva von der US-Gesundheitsbehörde FDA den Status Therapiedurchbruch für die Behandlung einer speziellen Nierenerkrankung erhalten. Die Nachricht wird in Marktkreisen zwar positiv kommentiert, der Titel hatet aber am Vortag im Zusammenhang mit einem Investorentag bereits über 2% zugelegt, was das weitere Aufwärtspotenzial dämpft.

Die Aktien des österreichischen Halbleiterhersteller AMS (AMS 43.48 -1.76%) waren am Mittwoch überdurchschnittlich gesucht. In Marktkreisen wird über eine gemäss den Vorbestellungen gute Nachfrage für das neue iPhone von Apple (AAPL 235.87 -0.14%) berichtet, was auch andere Tech-Werte in Europa stützte. Dies wäre natürlich auch für AMS sehr positiv, sagte ein Händler. Denn es ist ein offenes Geheimnis, dass der US-Konzern der wichtigste Kunde von AMS ist – auch wenn dies offiziell nicht bestätigt wird.

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