Auch wenn der Swiss Market Index nur noch wenige Zentimeter von einem neuen Rekord entfernt ist, lässt der Schwung nach – oder gerade deshalb?

Der SMI bewegt sich weiter in einem Aufwärtstrendkanal (grün), dessen Steigungswinkel jedoch etwas nach unten angepasst werden muss, um die jüngsten Zwischenhochs und -tiefs noch akkurat abzubilden. Die daraus ableitbare Untergrenze fällt mit einer markanten horizontalen Wendezone an der 11’000er-Marke zusammen. Hier sollte eine Schwächephase zunächst stoppen, wobei derzeit schon 100 Punkte darüber ein erster technischer Haltebereich zu wirken scheint.

Das erste Kursziel, das sich aus den erstaunlichen Parallelen zum Jahr 2019 ableiten lässt (grüne Boxen), ist fast erreicht. Hält der bisher zu beobachtende Gleichlauf an, hat die nächste Kaufwelle Potenzial bis 11’500/11’600 bevor dann eine längere Konsolidierung zu erwarten ist. Anleger sollten allerdings nicht zu sehr darauf wetten, dass sich die Geschichte dermassen exakt wiederholt. Zumindest aber auf den waagerechten Wendebereich um 10’600 dürfte Verlass sein. Dort treffen viele technische Einflussfaktoren mit stabilisierender Wirkung zusammen, darunter der langfristige Durchschnittspreis (violett) und die untere Begrenzung des mittelfristigen Schwankungskorridors (blaue Fläche).

Trading-Idee: Long-Papiere wie beispielsweise der Valor 57946549 der UBS sind unverändert eine spannende Alternative für Anleger. Ob sie wie zuletzt vermutet kurzfristig noch einmal günstiger zu kaufen sein werden, ist nach der aktuelle Stärke nicht mehr sicher. Bewegungen des SMI werden durch diese Papiere um den Faktor vier gehebelt, was schon bei einem kleineren Kurspotenzial eine ansehnliche Rendite möglich macht. Gegen Teilgewinnmitnahmen spricht aber nach wie vor nichts – insbesondere für vorsichtige Anleger mit sehr kurzem Entscheidungshorizont. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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