Märkte / Aktien

SMI schliesst bei 10’850

Schwergewichte drehten am Nachmittag ins Plus. Einige Titel litten am Donnerstag unter Gewinnmitnahmen.

(AWP) Die Schweizer Börse notierte am Donnerstag nach Anlaufschwierigkeiten am Nachmittag etwas fester. Der Markt habe nun auf hohem Niveau konsolidiert, sagten Händler. Positive Konjunkturdaten aus China und eine gewisse Erleichterung mit Blick auf die deutsche Wirtschaftsentwicklung stützte die Dividendenpapiere. Auf der anderen Seite ging und geht der Blick ständig zu den Corona-Infektionszahlen und den Massnahmen, mit denen diese bekämpft werden sollen.

Laut Medienberichten will der designierte US-Präsident Joe Biden dem Kongress ein zwei Billionen Dollar schweres wirtschaftliches Hilfspaket vorschlagen. Das würde natürlich vielen Branchen helfen, sagten Börsianer. Doch erst einmal muss Biden in einer Woche in sein Amt eingeführt werden. Es wird befürchtet, dass es am kommenden Mittwoch zu neuen Krawallen kommen könnte.

Mit zu den Favoriten gehörten Finanzwerte, die vom Anstieg der US-Anleiherenditen profitierten. Fester notierten die Versicherer Swiss Re (SREN 81.72 -1.14%) und Swiss Life (SLHN 425.60 -0.49%) sowie die Grossbankenaktien Credit Suisse (CSGN 12.27 +0.29%) und UBS (UBSG 13.15 -0.72%). Anleger positionierten sich für die am Freitag erwarteten Quartalszahlen aus der US-Bankenbranche, hiess es im Handel. In Partners Group (PGHN 1'077.50 -0.46%) übte man sich vor nachbörslich erwarteten Zahlen noch in Zurückhaltung.

Gefragte Zykliker

Anleger griffen vor allem bei zyklischen Aktien wie Swatch, Richemont (CFR 85.00 -0.52%) oder SGS (SGSN 2'740.00 -0.07%) zu sowie bei den Technologiewerten von AMS (AMS 21.48 +0.42%). Temenos (TEMN 111.75 -4.28%) hingegen gerieten ins Visier eines Leerverkäufers.

Unter Druck standen Geberit (GEBN 557.80 +0.04%), was Händler mit Gewinnmitnahmen erklärten. «Sell on good news», sagte einer von ihnen dazu. Der Sanitärkonzern habe wie erwartet geliefert. Da die Aktie aber hoch bewertet sei und Geberit keinen Ausblick abgegeben habe, komme es nun zu Abgaben (mehr dazu hier).

Gleiches gelte für Sika (SIKA 246.70 -1.24%), die am Vortag nach Zahlen neue Rekordwerte markiert hatten. Lonza (LONN 592.00 -0.54%) waren die Überflieger des Jahres 2020.

Unter Abgaben litten auch einige Aktien von Firmen mit einem defensiven Geschäftsmodell. Dazu zählten etwa Swisscom (SCMN 469.00 -0.23%). Sie wurden von Jefferies auf «Underperform» von «Hold» herabgestuft. Aber auch die gut gelaufenen Givaudan (GIVN 3'583.00 -0.42%) und Schindler (SCHP 237.30 -2.31%) gaben jeweils nach.

Die defensiven Schwergewichte – Roche (ROG 316.70 -0.02%), Nestlé (NESN 100.76 +0.4%) und Novartis (NOVN 85.48 -0.15%) – indes hatten nach Startschwierigkeiten am Morgen bis zum Nachmittag alle drei ins Plus gedreht.

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