Der Swiss Market Index zeigte zuletzt einige Kursmuster, die auf eine Korrektur hindeuteten – und stieg dennoch weiter.

Noch im Juli berichteten wir an dieser Stelle über eine sogenannte Inselumkehr (Island Reversal), die zustande kommt, wenn der Markt mit einer Notierungslücke auf neue Verlaufshochs springt, sie aber nicht lange halten kann und mit einem weiteren Gap dann zurückspringt. Danach folgen mit hoher Wahrscheinlichkeit sinkende Kurse,was beim SMI jedoch nur sehr kurz der Fall war. Ein weiteres Warnsignal lieferte der Markt dann exakt auf gleicher Höhe, als auf einen deutlich positiven Tag ein «schwarzer» Tag folgte, dessen Handelsspanne noch grösser war und alle vorherigen Gewinne kompensierte. Analysten kennen dieses Muster als Bearish Engulfing. Doch diesmal fiel der Markt gar nicht, obwohl die Statistik klar zur Vorsicht mahnt.

Eine Trefferwahrscheinlichkeit von 80 bis 90% bedeutet aber eben auch, dass es in ein oder zwei Fällen anders ausgehen kann. Die Signale bleiben für Anleger dennoch wertvoll, denn sie zeigen, wie ausserordentlich stabil die Nachfrage zwischen 10’000 und 10’100 den Index immer wieder auffangen kann. Es tritt zwar nur selten auf, aber ein «unerfülltes» Negativsignal ist das beste Stärkezeichen. Daher kann nun langsam mit dem Auflösen von Absicherungspositionen auf der Short-Seite begonnen werden. Risikofreudige Anleger dürfen sogar die eine oder andere kleine Long-Position erwägen (siehe Tabelle). Allerdings sollte dabei nicht vergessen werden, dass der saisonal schwache Herbst bevorsteht. Natürlich gilt auch hier: Eine hohe Wahrscheinlichkeit für schwache Kurse im September oder Oktober bietet immer noch Raum für die Ausnahmen, die diese Regel bestätigen. Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.

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