Frisches Kaufinteresse lässt den SMI (SMI 8869.34 0.09%) bis fast an die nächste markttechnische Hürde steigen, die im Kurzfrist-Chart um 8850/8900 erkennbar wird (grün punktiert). Auf diesem Niveau ist nicht mit grösseren Problemen zu rechnen, dennoch könnte sich ein Ausbruch bis kommende Woche oder auch länger verzögern. Anleger müssen sich auch auf einen erneuten Rückfall in Richtung 8650 einstellen, dort war zuletzt wiederholt eine Bodenbildung messbar (orange punktiert).

Ein Grund für die trotz positiver Signale vorerst noch verhaltene Prognose: Der Index ist an die Obergrenze des Prognosekorridors gestiegen (grau), der aus vergangenen Schwankungen berechnet wird und das kurzfristige Potenzial gut voraussagt.

Auch aus einem eher mittelfristigen Blickwinkel besteht Anlass zur Vorsicht. Der SMI ist inzwischen 2,5% über seinen Monatsdurchschnittskurs gestiegen (blauer Indikator unten in Chart 2). Auf diesem Niveau setzten in der Vergangenheit – von wenigen Ausnahmen abgesehen – immer wieder Korrekturen ein.

Dies spricht nicht generell gegen einen weiteren Anstieg, verschlechtert jedoch das Chance-Risiko-Verhältnis deutlich. Erst nach einer kleinen Atempause des Marktes reduziert sich die Gefahr weiterer Spekulationen auf steigende Kurse – dann jedoch sind Long-Positionen grundsätzlich die aussichtsreichere Alternative.

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