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Märkte / Aktien

S&P 500 klettert über 2500

Wallstreet geht mit einem Kursrekord ins Wochenende. Die Schweizer Börse gibt hingegen nach. Indexanpassungen laufen im SMI. Santhera stürzen ins Bodenlose.

Die Schweizer Börse hat am letzten Handelstages der Woche klar im roten Bereich geschlossen. Der Leitindex SMI (SMI 9134.13 0.42%) notierte bereits bei Eröffnung leichter und baute im Handelsverlauf vor allem am Nachmittag den Verlust weiter aus. Der Blue-Chips-Index konnte sich aber knapp über der Marke von 9000 Punkten halten. Auf Wochensicht verbleibt ein Plus von 1,1%.

Wallstreet startete nach schwächeren Einzelhandelsdaten zunächst uneinheitlich. Die Erlöse der Einzelhändler waren im August 0,2% zum Vormonat gefallen. Im Verlauf der Sitzung machte sich aber Zuversicht breit. Der Leitindex S&P 500 (SP500 2500.6 -0.3%) kletterte in der Schlussauktion sogar erstmals knapp über die prestigeträchtige Marke von 2500.

Auf Rekordniveau schloss ebenso das Blue-Chip-Barometer Dow Jones (Dow Jones 22359.23 -0.24%) Industrial. Unter den Schwergewichten an den New Yorker Börsen waren besonders die Titel von Apple (AAPL 153.39 -1.72%) gefragt. Fester tendierten auch die Telecomvaloren Verizon (VZ 48.94 -1.09%) sowie die Aktien des Luftfahrtkonzerns Boeing (BA 256.04 0.23%).

Nestlé und Novartis wurden gestutzt

Ab heute setzten passive Indexfonds die Anpassungen im SMI um. Neu darf ein Valor im Leitindex maximal ein Gewicht von 18% haben. Das heisst, Nestlé (NESN 80.7 -0.25%) (24,2%) und Novartis (NOVN 82.95 0.06%) (19,4%) wurden gekappt. Bereits um 11 Uhr erreichten die Nestlé-Titel das durchschnittliche Tagesvolumen der letzten knapp drei Monate. Ähnliche sah es bei Novartis aus. Bei Handelschluss liessen sich dann massive Volumenentwicklungen feststellen. Mit Spannung wurde in diesem Zusammenhang und angesichts des grossen Verfalls auf die Schlussauktion gewartet, welche noch eine gewisse Verbesserung der Kurse der beiden Schwergewichte brachte.

Julius Bär (BAER 56.45 0%) bauten ihren Gewinn ab. Die Papiere der Privatbank hatten dank einer Kaufempfehlung der HSBC (5 722.7 0.04%) (neu «Buy» statt «Hold») fester eröffnet. Die beiden Luxusgüterhersteller Richemont (CFR 86.95 0.93%) und Swatch Group (UHR 381.2 -0.08%) konnten am stärksten im SMI avancieren.

Nestlé schlossen im Minus. Der Nahrungsmittelkonzern stärkt seine Kaffeesparte mit dem Aufbau einer Mehrheitsbeteiligung am US-Röster Blue Bottle Coffee.

Die Aktien der Credit Suisse (CSGN 15.26 1.53%) verloren. Die Grossbank hatte einen Vergleich in einem weiteren Streitfall um US-Hypothekarpapiere mit der Massachusetts Mutual Life Insurance Company erzielt. Zur Summe ist lediglich bekannt, dass 79,5 Mio. $ mehr bezahlt wurden, als CS für den Fall als Rückstellungen gebildet hatte. Die Bank wollte aber nicht verraten, mit wie viel Geld sie ursprünglich kalkuliert hatte. Auch UBS (UBSG 16.5 1.73%) beendeten den Handel im Minus.

Am Ende des SMI-Tableaus befanden sich die Versicherer. Zurich Insurance (ZURN 288.4 0.07%), Swiss Re (SREN 85.5 1.12%) und Swiss Life (SLHN 336.8 0.93%) verbuchten Verluste.

Santhera kannten kein Halten mehr

Klar im Minus schloss auch der Index der Mid-Caps SMIM (SMIM 3382.73 -0.23%). Im Fokus standen die Aktien der Versicherung Helvetia (HELN 517.5 0.29%). Sie eröffneten 3,5% im Minus und schlossen mit Verlusten. Die Raiffeisen-Gruppe hatte gestern in einem beschleunigten Bookbuilding-Verfahren ihre Beteiligung in Höhe von 4% am Markt platziert.

Die Aktien von Sulzer (SUN 109.8 1.95%) notierten leichter. Der Industriekonzern stärkte sich mit dem Kauf von Transcodent im Markt für Applikationen im Dentalsegment. 2017 werde die Einheit 17 Mio. € Umsatz erzielen.

Santhera (SANN 37.05 -6.44%) brachen ein. Das Pharmaunternehmen musste einen Rückschlag bei der beantragten Marktzulassung seines Mittels Raxone melden. Anleger flüchteten in Scharen aus den Aktien.

Aevis (GSMN 57.8 0.17%) Victoria notierten nach der Publikation der Halbjahreszahlen höher. Die Spital- und Hotelbetreiberin hatte dank Akquisitionen mehr eingenommen.

Credit Suisse erhöhte das Kursziel für Dormakaba (DOKA 979.5 0.46%) von 820 auf 900 Fr. und beliess die Einstufung auf «Neutral».

Erneuter Raketentest Nordkoreas

In Asien belastete ein neuerlicher Raketentest Nordkoreas die Stimmung der Anleger nur teilweise. Der südkoreanische Kospi verlor 0,1%. In China sank der Shanghai Composite 0,3%, und der Straits Times Index in Singapur gab 0,3% nach.

An der Tokioter Börse spielte der Raketentest indes kaum eine Rolle, obwohl die Regierung in Pjöngjang das Geschoss über Japan gefeuert hatte. Der Nikkei 225 (+0,5%) sowie der breiter gefasste Topix (+0,1%) schlossen sogar im Plus. Auch der Hang Seng (Hang Seng 28110.33 -0.06%) Index in Hongkong gewann 0,3%.

Euro stärker zum Franken

Der Euro handelte stärker zum Franken an der Marke von 1.15 Fr. bei Börsenschluss in Zürich notierte die europäische Gemeinschaftswährung bei 1.1485 Fr. Der Euro eroberte zum Dollar die Marke von 1.19 $ zurück. 1 € lag bei 1.1954 $. Der Greenback notierte indes stabil zum Franken. 1 $ kostete 0.9606 Fr.

Öl über 55 $

Der Ölpreis legte erneut zu, wenn auch nur ganz leicht. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent notierte bei Handelsschluss in Europa bei knapp 56 $. Gold handelte derweil leichter bei 1322 $ pro Unze.