Zum Auftakt der neuen Handelswoche lohnt sich der Blick aus der Vogelperspektive. Im Wochenchart wird besonders gut die seit Monaten anhaltende Verkaufsbereitschaft bei rund 9200 deutlich. Seit Sommer 2018 scheiterte der SMI (SMI 9242.12 1.09%) mehrfach an der charttechnischen Barriere. Auch in der vergangenen Woche war der Effekt zu beobachten. Erkennbar wird dies am langen senkrechten Strich («Docht») im Kerzenchart (gelbe Markierung). In einem durchweg freundlichen Umfeld, das von Optimismus geprägt ist, beendet der Markt den Handel nahe am Wochenhoch. Gegen Ende der Vorwoche waren allerdings verstärkt Gewinnmitnahmen zu beobachten: Der SMI kam von seinem Wochenhoch zurück und schloss im unteren Bereich der Spanne. Im Ergebnis liegt ein Shooting Star vor. Das Kerzenmuster kündigt meist eine negative Entwicklung für die kommenden Tage bis Wochen an.

Anleger sollten daher zunächst die Unterseite gut im Blick behalten. Je geringer der drohende Rücksetzer ausfällt, desto positiver bleibt die Ausgangslage. Eine erste Nachkauf- und damit Stabilisierungsgelegenheit bieten der Monatsdurchschnitt bei 8955 sowie die horizontale Zone um 8870. Sollte auch hier eine Gegenbewegung ausbleiben, ist ähnlich wie zuletzt im vierten Quartal mit einem Rücklauf bis 8600 zu rechnen (rot).

Hingegen bleibt das Potenzial Richtung Norden vorerst limitiert. Nach wie vor steht der SMI im oberen Bereich seines mittelfristigen Vorhersagekanals (blau). Kurse oberhalb der charttechnisch markanten Barriere um 9200 sind daher auch aus statistischer Sicht kurzfristig unwahrscheinlich (grün).

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