So mancher Anleger reibt sich derzeit verwundert die Augen: Ausgehend vom Jahreswechsel liegt der SMI (SMI 10851.08 0.09%) knapp 25% im Plus. Seit 1989 schaffte er eine ähnliche Rally in den ersten elf Monaten nur sechs Mal. Die gute Nachricht: In 80% der Fälle ging es auch im Dezember weiter aufwärts, durchschnittlich legte der Markt um weitere 2,4% zu. Doch die hohe Trefferquote basiert auf einem dünnen Fundament. Aufgrund der geringen Anzahl an Fällen sind die Daten nicht belastbar.

Ganz anders sieht es aus, wenn die Dezemberperformance des SMI für die vergangenen zwanzig Jahre untersucht wird. Hier fällt die Bilanz eher durchwachsen aus, die Trefferquote liegt bei 60%, im Durchschnitt rückte der Index um 0,3% vor. Gerade die jüngere Vergangenheit verlief nicht so erfreulich, 2012 bis einschliesslich 2015 war die Monatsbilanz jeweils negativ.

Nicht fehlen darf der Blick auf den Chart. Mit der kleinen Rally in den vergangenen Tagen von gut 2% steht der SMI wieder im oberen Bereich des aus Schwankungen ermittelten Vorhersagekanals (grau). Zum Wochenschluss besteht Spielraum bis 10’570, Anfang Dezember reicht die Luft über die 10’600er-Schwelle. Etwas mehr Raum besteht allerdings auf der Unterseite, für Neueinsteiger ist das Chance-Risiko-Verhältnis nicht attraktiv. Rücksetzer bis an den Monatsmittelwert (blau) bei 10’350 oder die Kanalgrenze bei 10’400 (roter Kreis) wären eine gute Nachkaufgelegenheit. Passende Produkte für risikobereite Anleger zeigt die Tabelle unten.

(Quelle der Grafiken: www.iquant.ch)

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