Im Kurzfristchart wirkt das Bild noch ungetrübt, denn hier würde sich die Prognose erst eintrüben, wenn der SMI (SMI 9831.49 -0.95%) unter 10’500 und damit unter seinen Monatsdurchschnittspreis (blaue Kurve) fällt. Doch wiederholtes Kaufinteresse führte bereits knapp über dieser Schwelle zur Ausbildung einer horizontalen markttechnischen Stabilisierungszone, und auch der Bewegungskorridor dieser Zeitebene (graue Fläche) lässt vorerst nicht mehr Spielraum nach unten.

Anders sieht es allerdings im langfristigen Kursbild aus: Die in Zug ansässige Vermögensverwaltung Iquant hat einen Überhitzungsindikator entwickelt, der bereits bei vergangenen Rallys eindrucksvoll vor dem Ende warnte: Immer wenn der Markt lange Zeit weit über seinem langfristigen Mittelkurs lag (rote Markierungen), stieg die Gefahr. Ausgehend davon sind die Tage des SMI auf der Oberseite fast schon gezählt, etwas Platz bleibt aber noch. Die Bestätigung für den Richtungswechsel lieferte stets der Rückfall unter den populären 200-Tage-Mittelkurs, der aktuell im Bereich der 10’000er-Marke notiert – somit besteht noch hinreichend Sicherheitsspielraum.

(Quelle der Grafiken: www.iquant.ch)