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Nach einer starken Handelswoche notiert der Index auf dem höchsten Niveau seit Januar 2016. Erste Anzeichen von Überhitzung machen sich allerdings langsam bemerkbar.

Der Kerzenchart auf Wochenbasis zeigt Eröffnungs-, Hoch-, Tief- und Schlusskurs jeder Woche und macht die positive Entwicklung des SMI (SMI 9014.07 -0.15%) deutlich: Die Kurse schlossen in  der Vorwoche nahe am Wochenhoch (Close, High). Der Markt erholte sich damit deutlich von den zwischendurch markierten Wochentiefständen (Low), die verstärkt zu Käufen genutzt wurden. Die grafische Darstellung der Wochenentwicklung in der sogenannten Kerzenform hilft, ähnliche  Verlaufsmuster aus der Vergangenheit zu identifizieren (rote Kreismarkierungen). Am deutlichsten ausgeprägt ist die Ähnlichkeit zur zweiten Januarwoche. Damals folgte in der nächsten Woche eine kleinere Korrektur. Weitere ähnliche Kerzen im Vorjahr läuteten ebenfalls Konsolidierungen ein – aus diesem Blickwinkel ist also zur Vorsicht zu raten.

Der prozentuale Abstand des Marktes zu seinem 200-Tage-Durchschnitt (violetter Indikator unter dem Chart) mahnt mit einem Wert über 6% ebenfalls langsam zur Vorsicht: Ein Niveau jenseits von 6 bis 8% läutete seit 2013 stets eine zumindest kurze Trendpause ein (blaue Kreismarkierung). Davor wurden in den vergangenen zehn Jahren nur drei Mal stärkere Übertreibungen nach oben gemessen (senkrechte Linien). Auszuschliessen ist das somit auch diesmal nicht, aber die Wahrscheinlichkeit einer ungebremsten weiteren Rally bis zum Allzeithoch jenseits der 9500 ist gering.

Da die ersten Warnsignale im Langfristchart nicht zum exakten Timing einer Korrektur geeignet sind, hilft der 5-Minuten-Chart der Vorwochen weiter: Hier ist noch kein Schwächesignal erkennbar, im Gegenteil hat sich ein schöner Aufwärtstrend (grün punktiert) etabliert, der den Kursen nach oben Luft bis etwa 8820/8900 lässt, während er auf der Unterseite erst vor wenigen Tagen bei 8640/50 zu verstärktem Kaufinteresse führte. Zusammen mit der dort verlaufenden horizontalen Wendezone (rote waagerechte Linie) bildet er eine erste Unterstützung, deren Unterschreiten auch auf dieser Zeitebene zur Vorsicht mahnen würde. Eine Bestätigung würde aber erst ein Rückschlag des Marktes unter den Monatsdurchschnittskurs bei aktuell 8615 liefern (blaue Kurve).

Der Tageskerzenchart, der die Spanne eines jeden Handelstages abbildet, kann ebenfalls zur Suche nach ähnlichen Verlaufsmustern in der Vergangenheit verwendet werden. Vergleicht man die Kerze vom letzten Freitag mit denen der Vormonate, so ist sie eher negativ zu interpretieren. Nur Mitte Februar folgte auf eine vergleichbare Tagesentwicklung ein weiterer Anstieg. In den anderen Fällen ging es für die nächsten Tage eher seitwärts bis abwärts.

Insgesamt zeigt sich damit ein durchwachsenes Bild, als Fazit lässt sich ein vorerst unverändert intakter Aufwärtstrend diagnostizieren, der jedoch mit zunehmender Vorsicht zu handeln ist. Kurzfristig agierende Anleger sollten wenn überhaupt, dann nur noch in sehr geringem Umfang weitere Long-Positionen mit Calls und Mini Futures Long in Betracht ziehen. Passende Papiere listen wir regelmässig unterhalb dieser Analyse auf. Investoren mit längerem Zeithorizont können dagegen an ihren Positionen festhalten, sollten aber Stoppkurse nachziehen und ebenfalls bald über Teilgewinnmitnahmen nachdenken. Der längerfristige Aufwärtstrend dürfte aber auch nach einer kleinen Korrektur unverändert weiter Bestand haben.