Der Swiss Market Index wird erneut auf einem Rekordhoch abverkauft. Zuletzt war das zwar kein Problem, doch die Gefahr einer zumindest leichten Korrektur nimmt zu.

Schon seit Wochen schiebt sich der SMI an seinem oberen kurzfristigen Schwankungsband entlang, das sich aus Bewegungen der Vorjahre statistisch ermitteln lässt (grau). Dabei kam es immer wieder mal zu der Situation, dass der Markt intraday zwar stark war, gegen Handelsschluss aber alle Gewinne abgegeben hatte (Shooting Star). Insbesondere in der Anfangsphase einer Aufwärtswelle ist das nicht immer gefährlich, mit zunehmender Dauer steigt aber das Risiko nach dem Auftreten dieses Kursmusters.

Anleger sollten im aktuellen Umfeld daher besonders auf markttechnische Schwächezeichen achten. Dazu gehören beispielsweise Rückschläge unter eine oder mehrere der horizontalen Haltezonen, die sich aus stark gehandelten Preisniveaus der Vortage ergeben und bei 11’570, 11’480 und 11’420 Punkten liegen. Denn auch der Kontakt mit mehreren langfristigen Aufwärtstrendlinien, die knapp oberhalb des momentanen Indexstands verlaufen, könnte die Tendenz zu Gewinnmitnahmen verstärken.

Trading-Idee: Faktorzertifikate wie der Valor 57946549 der UBS sind nach wie vor ein probates Instrument, um an einem weiteren Anstieg des SMI zu partizipieren. Sie hebeln auch kleine Gewinnstrecken überproportional. Angesichts des überschaubaren verbleibenden Potenzials sollten frische Käufe aber zunehmend restriktiv gehandhabt werden.

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