Auf den ersten Blick sieht die Ausgangslage beim SMI (SMI 9571.22 -0.26%) prächtig aus: Ohne nennenswerte Gewinnmitnahmen hat der Index seit dem Tief an Weihnachten um rund 15% zugelegt. Eine solche Rally ist für den mit vergleichsweise vielen defensiven Mitgliedern bestückten Index ungewöhnlich.

Kurzfristig liegt zumindest keine starke Übertreibung vor. Der SMI folgte in den vergangenen Tagen dem oberen Rand des dunkelgrauen Prognosekorridors, der rund 90% aller Bewegungen umfasst. Zum Wochenschluss steigt der Schwankungskorridor auf rund 9400, im Extremfall wäre bereits ein Sprung bis knapp 9500 möglich (hellgraue Fläche).

Richtung Süden sind zuverlässige Haltezonen in unmittelbarer Umgebung allerdings Mangelware. Zuletzt sprang der Index häufig über das vorherige Hoch und testete den Wendepunkt kurze Zeit später (gestrichelte Linien). Diese schwachen Haltemarken liegen bei 9230 und um 9150.

Beim Blick auf den weiter zurückreichenden Tageschart leuchten hingegen zunehmend Warnsignale auf. Notierte der SMI in den vergangenen vier Jahren oberhalb des dunkelbraunen Vorhersagekanals, folgte darauf immer ein Rücksetzer (rote Kreise).

Nicht selten kam es mittelfristig sogar zu einem Crash. Inzwischen spitzt sich die Situation erneut zu, damit steigen die Risiken. Investierte Anleger sollten über Teilgewinnmitnahmen nachdenken oder Stopps enger ziehen. Wetten auf fallende Kurse bieten sich hingegen erst an, wenn klare Schwächesignale vorliegen.

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