Nach einer kurzen Konsolidierung zum Monatswechsel bestimmen seit wenigen Tagen wieder die Käufer die Richtung. Am Donnerstag kletterten die Kurse erstmals seit rund vier Wochen über die 9100er-Marke.

Als Bremsfaktor dürfte sich heute der im Stundenchart eingezeichnete Kurskorridor (dunkelgrau) erweisen, der aus vergangenen Schwankungen berechnet wird und rund 90% aller Bewegungen umfasst. Nur in Ausnahmefällen wie Ende Oktober wird die Range kurzzeitig verlassen.

Perspektivisch sind somit zum Wochenschluss maximal Kurse bis 9180/9200 möglich (grün). An der runden Schwelle verläuft zudem eine charttechnische Barriere, die aus zahlreichen Wendepunkten der vergangenen Monate abgeleitet werden kann. Deutlich mehr Spielraum besteht hingegen Richtung Süden. Die untere Grenze der Prognose-Range verläuft bei 8960.

Gedämpft wird die Fantasie auf der Oberseite zudem durch die Rahmenbedingungen auf mittelfristiger Ebene. Im Tageschart wird besonders gut die seit Frühjahr 2017 wiederholt zu beobachtende Verkaufsbereitschaft um 9100/9200 deutlich. Statistikfreunde achten auch auf den mit knapp 3% gefährlich weiten Abstand zur 21-Tage-Linie (Indikator unter dem Chart).

Erfahrungsgemäss signalisieren Werte zwischen 2 und 4% eine Überhitzung. Im Ergebnis führt dies zu Gewinnmitnahmen und Kaufzurückhaltung. Spätestens an der Zielmarke bei 9200 dürfte daher eine Atempause folgen, hier würde der SMI (SMI 8907.39 0.42%) 4% über dem Monatsdurchschnitt notieren.

Trader sollten daher bei bestehenden Long-Positionen über (Teil-)Gewinnmitnahmen nachdenken oder Stopps eng nachziehen. Wer mutig ist, setzt knapp unter der 9200er-Schwelle mit kleinen Beträgen auf eine Korrektur. Passende Papiere zeigt die Tabelle unten.

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