Die jüngste Kursentwicklung des Swiss Market Index deutet darauf hin, dass sich verschiedene Käufergruppen verstärkt in Zurückhaltung üben.

Den SMI auf der kurzfristigen Zeitebene als schwach zu bezeichnen, wäre sicher übertrieben, aber das könnte sich schnell ändern. Schon jetzt behauptet sich der Index eher am unteren Ende seiner jüngst gezeigten Handelsspanne, die sich nach Süden bis 10’950/11’000 ausdehnt. Eine kleine, vorgelagerte Haltezone um 11’050/11’070 hat der Index bereits nach unten durchbrochen, auch der Monatsdurchschnittspreis (blau) war zuletzt eher als Barriere wirksam und nicht, wie in Aufwärtstrends üblich, als Stütze für die Preise. Mehr als eine Oszillation des Marktes um diesen seitwärts tendierenden Mittelwert mit Obergrenze um 11’270 ist derzeit auch im Idealfall daher schwer vorstellbar.

Im Satellitenbild hat sich eine als Shooting Star bekannte Verkaufsformation ausgebildet, die derzeit auch in einigen anderen Länderindizes sichtbar ist. Sie entsteht, wenn die Preise zu Monatsanfang noch stark auf ein neues Zwischenhoch steigen, bis zum Monatsende aber in den Bereich des Ausgangsniveaus zurückfallen. In den Vorjahren folgte auf dieses Kursmuster zwar nicht immer eine Korrektur, doch umgekehrt lässt sich festhalten, dass vor allen grösseren Korrekturen einer oder mehrere Shooting Stars aufgetreten sind. In Kombination mit dem längerfristig bereits leicht überhitzten Markt, der am oberen Rand mehrerer linearer Aufwärtstrends angekommen ist, ergibt sich ein ernstzunehmendes Warnsignal.

Trading-Idee: Zertifikate wie der Valor 57946549 der UBS bleiben nach wie vor geeignet, um an einem weiteren Aufwärtstrend des SMI zu partizipieren. Diese Papiere hebeln Schwankungen des SMI um den Faktor vier.

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