Der Swiss Market Index unterbricht seine steile Rally, doch ein Richtungswechsel ist noch nicht bestätigt.

Nach dem grossen Verfallstag an den Terminbörsen, der nur vier Mal im Jahr stattfindet,  dreht der Markt häufig für zumindest ein paar Tage in die Gegenrichtung. Auch vergangenen Freitag war es wieder einmal so weit, und da der Trend zuvor nach oben zeigte, kippten die Preise erst einmal nach Süden weg. Doch eine Konsolidierung kann sich auch in kleinem Rahmen abspielen. Bislang haben die Preise noch nicht einmal das untere Ende des kurzfristigen Schwankungskorridors erreicht (graue Bänder), das um 11’700 das Mindestkursziel auf der Südseite darstellt.

Das Risiko einer Korrektur bleibt allerdings weiter hoch, denn der Juni gehört zu den schwächsten Börsenmonaten, und der SMI ist aus einer übergeordneten Perspektive ohnehin überhitzt. Die Kurse verlaufen am oberen Rand des mittelfristigen und langfristigen Schwankungskanals (blaue Bänder). Dieser Status kann zwar für längere Zeit anhalten, doch das Potenzial nach oben ist dann auf das Anstiegstempo dieser Korridore begrenzt, das meist 1 bis 2% pro Monat beträgt. Und innerhalb der Kanäle besteht trotz ihrer Steigung immer viel Luft für eine Gegenbewegung nach unten.

Trading-Idee: Faktorzertifikate wie der Valor 57946549 der UBS sind nach wie vor ein probates Instrument, um an einem weiteren Anstieg des SMI zu partizipieren. Sie hebeln auch kleine Gewinnstrecken überproportional. Angesichts des überschaubaren verbleibenden Potenzials sollten frische Käufe aber zunehmend restriktiv gehandhabt werden.

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