Märkte / Devisen

SNB als Krisenverschärfer beschuldigt

Die Nationalbank habe mit dem Kauf von deutschen und französischen Staatsanleihen die Unsicherheit der Investoren erhöht, erklärt Standard & Poor's. Der Vorwurf ist nicht haltbar.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) rezykliere Kapital, analysiert die Agentur Standard & Poor’s (S&P) und stellt das als Problem dar. Die Argumentationskette ist jedoch lückenhaft, und alternative Szenarien werden vernachlässigt.

Zuerst zum Recycling: Wegen der Verschärfung der Schuldenkrise in der Eurozone floss Kapital aus den Peripherieländern in die Schweiz resp. aus dem Euro in den Franken. Der Aufwertungsdruck veranlasste die SNB dazu, Franken zu verkaufen – zuerst um den Anstieg zu bremsen und ab September 2011 um den Mindestkurs zu verteidigen. Dafür hat sie vor allem Staatsanleihen aus Kernländern der Eurozone gekauft. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?