Märkte / Makro

SNB: Devisenpolitik der kleinen Schritte

Seit zwei Wochen interveniert die Schweizerische Nationalbank wieder am Währungsmarkt, obwohl der Franken sich vergleichsweise wenig aufgewertet hat.

Woche für Woche verdichten sich die Hinweise darauf, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) erneut am Devisenmarkt aktiv ist, um den Franken zu schwächen. Die Behörde äussert sich selbst zwar nicht zu dem Thema, aber der Verlauf der Sichtguthaben der Banken bei der SNB spricht eine deutliche Sprache. Allfällige Devisenaufkäufe spiegeln sich in der SNB-Bilanz bei den Bankreserven, weshalb Experten aus der wöchentlich veröffentlichten Aufstellung Rückschlüsse ziehen über die Wechselkursinterventionen der Schweizer Währungshüter.

In den vergangenen zwei Wochen haben die Guthaben um je knapp 3 Mrd. Fr. zugenommen. Insgesamt seit Anfang des Monats von 483,8 Mrd. auf 489,2 Mrd. Fr. Das ist ein auffälliges Volumen. Ein Grossteil dürfte Deviseninterventionen der SNB zuzuschreiben sein. «Wir sehen schon seit einiger Zeit, dass Währungsinterventionen die Zinsstrategie teilweise ergänzen», sagt Daniel Trum, Währungsanalyst bei UBS. Demnach wägt die SNB stets ab, welche Massnahmen sie im Rahmen ihrer 2-Säulen-Strategie zur Schwächung des Frankens ergreifen soll: Minuszinsen oder Devisenkäufe. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?