Märkte / Devisen

SNB-Devisenreserven sinken im Januar

Die Aktiven der Nationalbank spiegeln die Entspannung der Wechselkurssituation. Für einen Abbau sieht die Notenbank aber bisher kein Bedarf.

Die Schweizer Devisenreserven sind im Januar erneut etwas geringer ausgefallen. Gegenüber dem Vormonat hat sich das Volumen um 147 Mio. Fr. auf 427,05 Mrd. Fr. verkleinert. Bereits im Dezember war der Wert um rund 200 Mio. Fr. gesunken.

Die Daten deuten aber nicht darauf hin, dass die Nationalbank die Erholung des Euros im Januar dazu nutzte, aktiv Reserven abzubauen und Euro zu verkaufen. Dazu sind die Bewegungen zu gering. Der Euro hat sich zwar aufgewertet, was für einen höheren Gegenwert in Franken spricht. Aber gleichzeitig verzeichneten deutsche Staatsanleihen, die das gros der Euroaktiven im SNB-Portefeuille ausmachen, Kursverluste.

Letztlich setzen die Devisenreserven den seit Oktober 2012 überwiegend seitwärts verlaufenden Trend fort. Der Eurokurs hatte sich über dem Mindestkurs von 1.20 Fr. stabilisiert, weitere Stützungskäufe – durch die sich die Währungsreserven der Nationalbank erhöhen – waren nicht mehr notwendig. Zuletzt hat sich der Kurs sogar grosszügig von der Untergrenze wegbewegt. Am Dienstag notierte er 1.2310 Fr./€.

Die Devisenreserven nehmen zwar ab, aber sie entsprechen immer noch 73% des Bruttoinlandprodukts der Schweiz. Das ist keine zu vernachlässigende Grösse. Die Nationalbank hält damit ein beachtliches Währungsrisiko in ihrer Bilanz.