Märkte / Makro

SNB-Geldpolitik führt zu Verlust

Der starke Franken dämpft die Inflation, bringt aber der Nationalbank im vierten Quartal tiefrote Zahlen. Trotzdem erhalten die Kantone Geld.

Der Franken wertet sich auf, und die Schweizerische Nationalbank schaut zu, statt den Wechselkurs zu zügeln. Das bringt einen Vorteil: Dank der stärkeren Heimwährung sind Importe günstiger und drücken das Preisniveau herab, und damit bleibt die Inflation im Zielbereich der SNB von 0 bis 2%. Der Kurs zum Euro handelt am Dienstagvormittag auf 1.0375 Fr./€. Ende September notierte er noch über 1.08 Fr./€.

Die Aufwertung führt aber zu roten Zahlen in der Buchhaltung der Nationalbank. «Wir schätzen, dass die SNB für das vierte Quartal rund 23 Mrd. Fr. Verlust ausweist», schreibt UBS-Ökonom Alessandro Bee in einer Vorschau vom Dienstag. Zum Vergleich: Nach dem Börseneinbruch in der Pandemiekrise im ersten Quartal 2020 betrug der Verlust 38 Mrd. Fr. Erste Angaben zum vierten Quartal und zum Jahresergebnis 2021 liefert die SNB am kommenden Freitag.

Geringe Schweizer Inflation

Die Inflation in der Schweiz betrug im Dezember unverändert 1,5% (Jahresrate), wie das Bundesamt für Statistik am Dienstag meldete. Das ist viel weniger als die 4,9% in der Eurozone und die 6,8% in den USA vom November. Die Teuerung für Dezember hat als erstes grosses Euroland Spanien rapportiert, sie stieg auf 6,7%, den höchsten Wert seit 1992.

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