Märkte / Makro 08:18 - 23.03.2017

SNB hat weiterhin kräftig interveniert

Die Schweizerische Nationalbank hat im Jahr 2016 Devisen in Höhe von 67,1 Mrd. Fr. gekauft.
NEU Per E-Mail-Abo Unternehmen folgen*
lesen sie mehr
zum Stichwort
Devisen
Auf ausländische Währung lautende und im Ausland zahlbare Geldforderungen, insbesondere Bankguthaben, Checks und Wechsel. Allgemein auch ein Sammelbegriff für ausländische Währungen.
EU
Supranationale Organisation (früher Europäische Gemeinschaft), in der 27 europäische Staaten zusammengeschlossen sind. Pfeiler ist die wirtschaftliche Integration. Die wichtigsten Errungenschaften sind der Binnenmarkt und der Euro .
Geschäftsbericht
Enthält ausser der Bilanz und der Erfolgsrechnung Informationen über die künftige wirtschaftliche Entwicklung einer Gesellschaft, die Erfolge einzelner Geschäftszweige etc.
SNB
1907 gegründete Notenbank der Schweiz. Ihr Auftrag gemäss Nationalbankgesetz NBG ist, eine dem Gesamtinteresse des Landes dienliche Geldpolitik zu betreiben und insbesondere die Preisstabilität zu bewahren. Ausserdem hat sie zur Stabilität des Finanzsystems beizutragen. Die SNB versorgt den Geldmarkt und damit das Finanzsystem über Repogeschäfte mit Liquidität, gewährleistet die Bargeldversorgung, verwaltet die Währungsreserven , vertritt die Schweiz zusammen mit dem Bund im IWF sowie in der Weltbank und fungiert als Hausbank der Eidgenossenschaft. Die SNB ist als spezialgesetzliche AG organisiert und an der SIX kotiert. Die Kantone halten die Mehrheit der Aktien , die Rechte der wenigen Privataktionäre werden auch vom NBG stark beschnitten, das z. B. die Höhe der Dividende limitiert. Organe der SNB sind der elfköpfige Bankrat als eine Art VR , das für die Geldpolitik verantwortliche ausführende dreiköpfige Direktorium als Geschäftsleitung , die GV und die Revisionsstelle .
Schweizerische Nationalbank
1907 gegründete Notenbank der Schweiz. Ihr Auftrag gemäss Nationalbankgesetz NBG ist, eine dem Gesamtinteresse des Landes dienliche Geldpolitik zu betreiben und insbesondere die Preisstabilität zu bewahren. Ausserdem hat sie zur Stabilität des Finanzsystems beizutragen. Die SNB versorgt den Geldmarkt und damit das Finanzsystem über Repogeschäfte mit Liquidität, gewährleistet die Bargeldversorgung, verwaltet die Währungsreserven , vertritt die Schweiz zusammen mit dem Bund im IWF sowie in der Weltbank und fungiert als Hausbank der Eidgenossenschaft. Die SNB ist als spezialgesetzliche AG organisiert und an der SIX kotiert. Die Kantone halten die Mehrheit der Aktien , die Rechte der wenigen Privataktionäre werden auch vom NBG stark beschnitten, das z. B. die Höhe der Dividende limitiert. Organe der SNB sind der elfköpfige Bankrat als eine Art VR , das für die Geldpolitik verantwortliche ausführende dreiköpfige Direktorium als Geschäftsleitung , die GV und die Revisionsstelle .
Währungsreserven
Das von Notenbanken in Gold, Devisen (Devisenreserven) und Sonderziehungsrechten gehaltene finanzielle Polster zur Finanzierung von Aussenhandelsdefiziten, zur Vermeidung von Zahlungsbilanzproblemen und zur Pflege des Wechselkurses.

(AWP) Die Schweizerische Nationalbank (SNB (SNBN 1715 3.13%)) hat auch im vergangenen Jahr stark an den Devisenmärkten interveniert, um den Franken zu schwächen. 2016 tätigte sie insgesamt 67,1 Mrd CHF an Devisenkäufen, wie dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht zu entnehmen ist.

Das sind knapp ein Viertel weniger als die 2015 getätigten Devisenkäufe von 86,1 Mrd. Damals war der «weitaus grösste» Teil der Devisenkäufe auf den Januar – also den Monat der Aufhebung des EUR/CHF-Mindestkurses – gefallen.

Die Währungsreserven der SNB erhöhten sich laut Geschäftsbericht im vergangenen Jahr 2016 um insgesamt 89 Mrd auf 692 Mrd CHF per Ende 2016, womit die Deviseninterventionen den grössten Teil des Anstiegs verursachten.

Die Devisenreserven lagen per Ende Jahr bei 647 Mrd CHF (Ende 2015: 561 Mrd). Sie bestehen aus den Devisenanlagen abzüglich der damit verbundenen Verbindlichkeiten in Fremdwährungen.

Die Interventionen dürften die letzten Wochen weitergegangen sein, wie etwa die Entwicklung der Giroguthaben der Banken bei der SNB anzeigt. Diese standen zuletzt mit 557,2 Mrd gut 28 Mrd höher als Ende 2016. Die Statistik gilt als Richtschnur für den Umfang der SNB-Interventionen.