Märkte / Devisen

SNB muss offenbar nicht eingreifen

Die Giroguthaben der Schweizer Banken bei der SNB haben vergangene Woche stagniert. Dies legt nahe, dass sich der Franken ohne Hilfe der SNB über 1.05 Fr. pro Euro hält.

(Reuters) Die Schweizerische Nationalbank hat zum ersten Mal seit der Abschaffung des Euro-Mindestkurse und der Einführung von Strafzinsen nicht mit Devisenkäufen in den Markt eingegriffen. Die sogenannten Giroguthaben der Schweizer Banken bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB (SNBN 5310 1.34%)) sind im Durchschnitt der vergangenen Woche mit 384,92 Mrd. Fr. praktisch gleich hoch geblieben wie in der Woche davor, wie die SNB am Montag mitteilte.

Die Entwicklung der Giroguthaben gilt als Indiz dafür, ob die SNB im Devisenmarkt interveniert. In der Woche zum 6. Februar waren die Guthaben noch leicht um 1,6 Mrd. Fr. gestiegen. In den zwei Wochen nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses von 1.20 Fr. hatten die Guthaben um mehr als 40 Mrd. Fr. zugenommen. Der Euro, der nach der Aufhebung des Mindestkurses auf unter einen Franken gefallen war, notierte am Montag wieder etwas höher bei 1.06 Fr. Seit dem 22. Januar erhebt die SNB einen Strafzins von 0,75% auf Einlagen der Banken, die eine bestimmt Freigrenze überschreiten.

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