Märkte / Makro

SNB: Wie gewonnen, so zerronnen

Die Nationalbank verbucht 2013 einen Milliardenverlust, nach einem satten Gewinn im Vorjahr. Für Zentralbanken wird der Anlageerfolg immer wichtiger.

Drei Jahre nach dem letzten Annus horribilis hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) 2013 erneut einen Milliardenverlust eingefahren. Wie sie in ihrem am Dienstag veröffentlichten Geschäftsbericht bestätigt, beläuft sich das Minus auf 9,1 Mrd. Fr. Es ist der zweitgrösste Verlust in ihrer Geschichte. 2010 hatte der starke Franken dazu geführt, dass die Devisenanlagen sich 26 Mrd. Fr. abwerteten. Diesmal ist das Gold schuld: Das gelbe Metall notierte Ende 2013 30% oder 14 620 Fr./kg tiefer als 2012. Auf dem unveränderten Goldbestand von 1040 Tonnen ergab dies einen Bewertungs­verlust von 15 Mrd. Fr. Die SNB wird keine Dividende zahlen und nichts an den Bund und die Kantone ausschütten.

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