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Anno 1539 wurde erstmals Öl aus Venezuela verschifft, von Kolonisten ins Mutterland Spanien. Kaiser Karl V., in dessen Reich die Sonne nie unterging, soll versucht haben, damit seine Gicht zu behandeln. Zum bedeutenden Erdölexporteur stieg das Land nach dem Ersten Weltkrieg auf. Eines der ausländischen Unternehmen, die eine Konzession erhalten hatten, war die Venezuelan Petroleum Company. Der Weisskopfseeadler zeigt unmissverständlich: Da bohrt und pumpt amerikanisches Kapital. Die Gesellschaft entstand vermutlich bereits zu Ende des 19. Jahrhunderts; 1922 wurde sie in Delaware eingetragen, wie das Siegel zeigt. Seit 1976 ist die Ölindustrie als PDVSA (Petróleos de Venezuela verstaatlicht. Das Land ist mit seinem Reichtum nicht glücklich geworden. Es litt verschiedentlich an der «holländischen Krankheit» – wenn Rohstoffausfuhren den Kurs der Währung steigen lassen, was die anderen Exportbranchen knebelt. Es litt und leidet unter unfähigen bis wirrköpfigen Staatschefs. Der «bolivarische» Linkspopulist Hugo Chávez verteilte die Erdöleinnahmen generös um. Nun ist Venezuela ruiniert, der Ölpreis im Keller, das Sparschwein PDVSA geplündert. So sehr, dass das Unternehmen nicht ausreichend investiert hat, um dereinst eine Ölpreishausse voll auszuschöpfen. Da helfen auch die grössten nachgewiesenen Reserven der Welt wenig.

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