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Softbank verbucht Gewinneinbruch

Der japanische Technologieinvestor erleidet milliardenschwere Einbussen. Chef und Gründer Masayoshi Son ist dennoch zuversichtlich.

(Reuters) Milliardenschwere Verluste bei seinem Vision Fund haben dem japanischen Technologieinvestor SoftBank einen Gewinneinbruch eingebrockt. Softbank-Chef und -Gründer Masayoshi Son zeigte sich am Mittwoch aber zuversichtlich, dass die Wende geschafft sei: «Der Vision Fund entwickelt sich besser als andere Fonds weltweit.» So hätten sich etwa die Bewertungen von WeWork und Uber (UBER 36.933 -3.59%) zuletzt verbessert. Mit Blick auf die Planungen für einen zweiten Beteiligungsfonds kündigte der Manager an, dass dieser kleiner als der erste ausfallen werde.

Im Zeitraum Oktober bis Dezember brach der SoftBank-Gewinn auf 2,6 Mrd. Yen (21,7 Mio. €) ein nach 438 Mrd. Yen im Vorjahr. Der 100 Mrd. $ schwere Vision Fund, über den Softbank (Softbank 24.25 1%) zusammen mit anderen Investoren in junge Unternehmen investiert, verbuchte im Quartal einen Betriebsverlust von 225 Mrd. Yen (1,88 Mrd. €) nach einem Gewinn von 176 Mrd. Yen. Bis Ende Dezember habe der Fonds 74,6 Mrd. $ in 88 Unternehmen investiert, diese Investitionen hätten zum Jahresende einen Wert von 79,8 Mrd. $.

Der gescheiterte Börsengang von WeWork kratzt am Nimbus von Softbank-Chef Son, der etwa mit seinem frühen Investment in den chinesischen Amazon-Rivalen Alibaba (BABA 207.08 0.45%) ein glückliches Händchen bewiesen hatte. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte vergangene Woche von Insidern erfahren, dass der US-amerikanische Hedgefonds Elliott inzwischen einen Anteil im Wert von fast 3 Mrd. $ an SoftBank hat und auf Veränderungen drängt, darunter Aktienrückkäufe in Höhe von 20 Mrd. $. Son erklärte, grundsätzlich zu Aktienrückkäufen bereit zu sein, um den Wert des Portfolios zu stützen. Er versicherte zudem, dass er die Geschäfte transparenter machen wolle. «Ich bin der grösste Anteileigener, wir sitzen also alle in einem Boot.»

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