Unternehmen / Schweiz

SoftwareOne-Grossaktionäre bauen weiter ab

In einer Sekundärplatzierung werden 17 Mio. Aktien zu 22.50 Fr. angeboten. Schon im Mai ist ein grosses Paket verkauft worden.

(AWP) Beim IT-Unternehmen SoftwareOne (SWON 22.65 -0.66%) ziehen sich bedeutende Aktionäre zurück. Das Investmentunternehmen KKR, Raiffeisen Informatik sowie die Erben des Mitbegründers Patrick Winter haben insgesamt 17 Mio. Aktien mittels eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens verkauft.

Wie SoftwareOne am Freitag eine Meldung vom Donnerstag ergänzte, verkauften KKR rund 8,2 Mio. Aktien, Raiffeisen Informatik und die Erben von Patrick Winter jeweils rund 4,4 Mio. Anteile zu einem Preis von 22.50 Fr. das Stück. Dies entspreche rund 11% des Aktienkapitals.

Nach Abwicklung der Transaktion, deren Abschluss am 23. Juni 2020 erwartet wird, werde der Anteil der drei Parteien an SoftwareOne auf 5,18%, 2,78% beziehungsweise 2,75% sinken.

Dadurch erhöhe sich der Freefloat (exklusive Aktien unter Lock-up) auf über 55%. Mit rund 29% werden die Gründungsaktionäre Daniel von Stockar, Beat Curti und René Gilli zusammen weiterhin den grössten Anteil an SoftwareOne halten.

Rücktritte aus Verwaltungsrat

Infolge der Transaktion treten Johannes Huth, einer der beiden Vertreter von KKR im Verwaltungsrat von SoftwareOne, sowie Andreas Fleischmann als Vertreter von Raiffeisen Informatik von ihren Aufgaben im Verwaltungsrat zurück.

Die Transaktion steht in Einklang mit der Vereinbarung unter den Hauptaktionären zur Koordination von Verkäufen, die im Zusammenhang mit dem Börsengang von SoftwareOne im Oktober 2019 abgeschlossen wurde, wie das Software-Unternehmen schreibt. Die 60-Tage-Sperrfrist, die am 12. Mai 2020 vereinbart und mitgeteilt wurde, sei von den Bookrunners aufgehoben worden. Die verkaufenden Aktionäre hätten einem Lock-up von 90 Tagen zugestimmt, vorbehältlich üblicher Ausnahmen und Zustimmung der Joint Bookrunners.

KKR, Raiffeisen Informatik und die Winter-Erben sowie Beat Curti hatten bereits am 13. Mai 2020 mitgeteilt, dass sie 17,5 Millionen SoftwareOne-Aktien am Markt platziert hätten. Der Verkaufspreis lag damals mit 20 Fr. je Aktie. Am Donnerstag hatten SoftwareOne an der Börse SIX zu 24.60 Fr. geschlossen.