Unternehmen / Ausland

SolarWorld kommt der Rettung einen Schritt näher

Qatar Solar ist bereit, 85 Mio. € in den angeschlagenen Solarkonzern zu stecken. Damit die Rettung gelingt, müssen aber auch die Anleihengläubiger auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten.

(Reuters) SolarWorld kommt auf dem Weg zu ihrer Rettung einen Schritt voran. Alle Schuldscheingläubiger des angeschlagenen Solarkonzerns haben dem Sanierungsplan zugestimmt und verzichten damit auf die Rückzahlung von 55% ihrer Forderungen, wie SolarWorld am Dienstag mitteilte. Der katarische Partner Qatar Solar ist bereit, 85 Mio. € in das Unternehmen zu stecken. Doch gerettet ist das einstige Vorzeigeunternehmen der deutschen Solarbranche noch nicht. Denn die Anleihengläubiger, die ebenfalls auf 55% verzichten sollen, müssen dem Plan noch zustimmen.

«Jeder bekommt nach diesem Plan mehr heraus als im Falle eines Scheiterns der SolarWorld, die Anleihengläubiger zudem deutlich mehr als den gegenwärtigen Kurswert der Anleihe», warb Firmengründer und Grossaktionär Frank Asbeck um Zustimmung für den Sanierungsplan. Der 54-jährige Konzernchef, der SolarWorld für weitere fünf Jahre lenken will, will die Anleihenzeichner auf einer Werbetour in den kommenden Wochen von dem Rettungspaket überzeugen. Bei ihnen steht SolarWorld mit mehr als 500 Mio. € in der Kreide, insgesamt ist der Konzern mit 926 Mio. € verschuldet.

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