Märkte

«Solche Übertreibungen nehmen in der Regel ein böses Ende»

William Browne, Geschäftsführer der US-Value-Investmentboutique Tweedy Browne, warnt davor, die hohen Aktienbewertungen zu missachten.

Value-Anleger haben derzeit einen schweren Stand. Das spürt auch die US-Investmentboutique Tweedy Browne, die sich seit ihren Anfängen voll dem Ansatz von Value-Übervater Benjamin Graham verschrieben hat und etwas mehr als 15 Mrd. $ verwaltet. «Finanz und Wirtschaft» hat William Browne getroffen, den Sohn des Firmengründers Howard Browne. Der 75-Jährige ist einer der vier Geschäftsführer und sieht sich vor allem in der Rolle des «Chief Cultural Officer», der dafür sorgt, dass die Anlagephilosophie gelebt und umgesetzt wird.

Herr Browne, Sie haben schon manchen Börsenzyklus erlebt. Wie lange wird der ­aktuelle Zyklus noch dauern?
Ich mache keine Prognosen, sondern operiere mit Wahrscheinlichkeiten und suche Variablen, die die Gewinnchancen erhöhen. Was sich mit Sicherheit sagen lässt, ist, dass die Finanzmärkte einen Wahnsinnslauf hinter sich haben. Die niedrigen Kapitalkosten haben dazu ihren Beitrag geleistet. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die nächsten zehn Jahre für Anleger so gut werden wie die vergangenen zehn.

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