Gas kostet Geld, mehr Geld als auch schon: Wer in der Schweiz mit Gas heizt, kriegt es zu merken. Strom, der bisher quasi wie selbstverständlich aus der Steckdose kommt, dürfte schon bald zur Mangelware werden. Das belastet die Volkswirtschaft, die Unternehmen, die Privathaushalte. Der britische Dienstleister Utility Bidder, der Marktpreise sammelt und vergleicht, um der Kundschaft den jeweils günstigsten Anbieter vorzuschlagen, hat auf breiter internationaler Basis erhoben, welches Gewicht die Rechnungen der Versorger in Prozenten des verfügbaren Haushaltseinkommens ausmachen; naturgemäss handelt es sich hier um Durchschnittswerte. Es geht dabei um die Kosten für Gas, Wasser, Strom und Breitband (plus ferner die eher marginalen Kosten für mobile Daten). Die Schweiz ist im Ländervergleich mit einem Gesamtanteil der Versorgerkosten von 6,2% am günstigsten, vor Singapur und Irland, die auch noch Werte unter 7% aufweisen; in Dänemark und Schweden sind diese Rechnungen ebenfalls gut verkraftbar – es liegt auf der Hand, dass das alles Hochlohnländer sind. Am anderen Ende der Wohlstandsskala ist der Budgetanteil, der für diese Lebensgrundlagen reserviert werden muss, unerträglich hoch. In Pakistan gehen in einem Durchschnittshaushalt vier von fünf Rupien dafür drauf, in Südafrika, dem einzigen Industrieland südlich der Sahara, sind es fünf von zehn Rand.