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Die Staatsquote bezeichnet das Verhältnis aller Staatsausgaben zum Bruttoinlandprodukt (BIP), also den Anteil der öffentlichen Gelder – sämtlicher Staatsebenen plus der Sozialversicherungen – an der Gesamtleistung einer Volkswirtschaft. Dass sich eine hohe Staatsquote aus liberaler Sicht (mit nur einer kleinen Prise Boshaftigkeit) als hoher Entmündigungskoeffizient verstehen lässt, ist schwer zu widerlegen. Nicht so eindeutig ist die Korrelation zum Wirtschaftswachstum und zum allgemeinen Wohlstand, auch wenn aus marktwirtschaftlichem Verständnis tendenziell eine niedrige Staatsquote günstig bzw. eine hohe für das Wachstum ungünstig scheint. Die nordischen Wohlfahrtsstaaten weisen hohe Staatsquoten aus und sind dennoch vergleichsweise erfolgreich; die Menschen werden rigoros besteuert, geniessen jedoch einen hohen Lebensstandard. Die «schweren» Staaten Frankreich und Belgien dagegen haben Mühe, im globalen Wettbewerb den Anschluss zu halten. Spanien hat eine verhältnismässig bescheidene Staatsquote, muss jedoch auch kämpfen und leidet namentlich unter hartnäckig hohen Arbeitslosenraten. Die Staatsquote allein sagt offenkundig nicht schlüssig alles aus über Wachstum und Wohlstand; die Wissenschaft kommt zu keiner klaren Erkenntnis. Es fragt sich eben auch, wie effizient der Staat das Geld verwendet, das er vom Volk beschlagnahmt.