Unternehmen / Ausland

Spac-Blase stürzt US-Börse in den Jugendwahn

In einem Jahr der Superlative bringen Spac immer mehr verlustreiche Start-ups aufs Parkett. Viele dieser Mantelgesellschaften könnten am Ende gar leer ausgehen.

Es ist der Spac-Deal des Jahrzehnts. Das Unternehmen Grab aus Singapur betreibt eine App, über die monatlich rund 25 Mio. aktive Nutzer einkaufen, Essen bestellen, ihr Taxi rufen und bald auch Bankgeschäfte erledigen sollen. Das Potenzial scheint riesig. So hat vergangene Woche die Spac namens Altimeter dem Start-up eine Bewertung von fast 40 Mrd. $ verpasst, indem sie 4,5 Mrd. $ für die Übernahme aufgeworfen und Grab damit zum drittgrössten US-Börsengang in diesem Jahr gemacht hat.

Dabei ist es bereits ein Jahr der Superlative. Die Zahl der US-Börsengänge (IPO) ist so hoch wie seit Ende der Neunzigerjahre nicht mehr. Zählt man die Spac dazu, reicht 2021 an den bisherigen IPO-Rekord 1996 heran und könnte ihn bis Jahresende noch toppen. Der Wert der Börsengänge schiesst heute schon weit über die Höchstwerte von vor 25 Jahren hinaus. Die Spac besorgen dabei rund 60% des Volumens.

50% ziehen Geld ab

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?