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Sparen mit Krypto: Yield Farming

Kryptospareinlagen verzeichnen teilweise zweistellige Renditen. Die Risiken sind aber hoch. Teil vier von vier.

Wer Kryptowährungen in der virtuellen Geldbörse hält, kann diese auch verleihen, denn es winken dafür hohe Zinsen. Auf der US-Verleihplattform Celsius werden derzeit für Einlagen der Kryptowährung Ether 3,52% Rendite pro Jahr bezahlt. Der US-Anbieter Ledn verspricht wiederum eine Rendite von 6,25% in Bitcoin auf Spareinlagen in seinem kryptobasierten Konto. Die Plattform BlockFi lockt sogar mit 10% Rendite, wenn man die hochvolatile Kryptowährung Avalanche wählt.

Aufgrund der dezentralen Blockchain-Technologie könnten die unterschiedlichen Akteure im Finanzsystem direkt miteinander agieren, die Bank oder der Finanzdienstleister als Mittelsmann fallen dadurch weg. So lautet zumindest die Theorie. Die daraus entstehenden Anwendungen aus dem Bereich der Decentralized Finance (DeFi) versprechen, Kreditvergabe oder Kryptowährungsbörsen dezentral abzuwickeln. Um bestimmte dieser Finanzdienstleistungen aber überhaupt erst zu ermöglichen, braucht es jemanden, der die oftmals riskante Gegenposition eingeht.

Kredite via Blockchain

Das Zurverfügungstellen von Liquidität für Transaktionen in Kryptowährungen ist unter dem Begriff Liquidity Farming bekannt. Wenn man dage­gen Geld bereitstellt, um so die Kreditvergabe zu ermöglichen, spricht man von Yield Farming. In beiden Fällen werden für die Einlagen Zinsen versprochen, die die Rendite von Anleihen oder Spareinlagen in Hartwährung deutlich übersteigen.

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