Unternehmen / Finanz

GAM findet keinen Boden unter den Füssen

Analyse | Der Asset-Manager verliert erneut Kundengelder und beendet das erste Semester in Rot. Verkaufsgerüchte werden nicht kommentiert.

GAM kommt nicht vom Fleck. In groben Zügen war das Resultat bereits bekannt: Der Asset-Manager hat im ersten Halbjahr erneut Kundengelder verloren. Der gesunkene Ertrag drückte GAM in die Verlustzone, wie bereits Mitte Juli angekündigt. Die Gesellschaft schloss das erste Semester mit einem operativen Verlust vor Steuern von 15,4 Mio. Fr. ab. Im Vorjahr resultierte noch ein leichter Gewinn von 0,8 Mio. Fr.

Im einträglicheren Geschäftsbereich Investment Management, wo GAM aktive Strategien verwaltet, betraf der grösste Teil der Abflüsse festverzinsliche Strategien, beispielsweise mit Anleihen aus Schwellenländern, deren Attraktivität angesichts steigender Zinsen auf US-Anleihen in den vergangenen Monaten zurückgegangen ist. Das Volumen der verwalteten Vermögen (AuM) beträgt damit insgesamt noch 83,2 Mrd. Fr. Ende Jahr waren es noch 99,9 Mrd. Fr. gewesen.

Weniger Abflüsse bei Kundengeldern verzeichnet

Die Zuflüsse in andere Strategien sind bei dem Vermögensverwalter dagegen noch immer zu gering, um für eine spürbare Diversifizierung der verwalteten Kundengelder zu sorgen. GAM nennt Fonds mit CAT Bonds oder mit verbrieften Hypotheken (Mortgage-backed Securities, MBS) unter den Strategien, die Nettozuflüsse verzeichnet hätten. Der Vermögensverwalter gibt sich trotzdem optimistisch. Mit 1,1 Mrd. Fr. hätten die Abflüsse im Investment Management im Berichtszeitraum auf dem tiefsten Stand seit dem zweiten Halbjahr 2018 gelegen.

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