Märkte / Derivate

Spielball der Weltmächte – und der Konjunktur

Experten sind sich nicht einig darüber, welcher Preistreiber Öl stärker beeinflussen wird.

Geopolitische Spannungen auf der einen und eine sich abkühlende Weltkonjunktur auf der anderen Seite wirken als entgegengesetzte Kräfte auf die Entwicklung des Ölpreises. Die zunehmend prekäre Lage zwischen den USA und dem Iran könnte den Ölpreis stark steigen lassen. Hingegen dämpft das Überangebot im täglichen Handel bei schwacher Nachfrage die Preisentwicklung.

Analysten der Credit Suisse warnen, dass das Eintreten seltener Extremereignisse, sogenannter Tail Risks, wahrscheinlicher geworden ist. Die USA haben den Iran mit Sanktionen belegt, aber vielen ölverbrauchenden Staaten Ausnahmen gewährt. Diese Spezialbewilligungen, dennoch vom iranischen Regime Öl zu kaufen, liefen im Mai aus. Iran fällt es deshalb nun schwer, das Exportvolumen  von ehemals 1,3 Mio. Barrel Öl (ein Barrel entspricht ca. 159 Litern) pro Tag aufrecht zu erhalten. Das Land reagiert mit Machtdemonstrationen an der Strasse von Hormus, einer 55 Kilometer schmalen Meeresenge und wichtigstes Nadelöhr für den Ölexport aus dem Nahen Osten nach Japan, Westeuropa und in die USA. Um sie zu passieren, müssen Schiffe das Hoheitsgebiet von Iran und Oman durchfahren.

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