Die Schweizer sind kein Volk von Stubenhockern. Das zeigt die neuste Studie «Sport Schweiz 2020». Die aktuelle Ausgabe der vom Bundesamt für Sport alle sechs Jahre durchgeführten Erhebung (befragt wurden gut 12 000 Personen über fünfzehn Jahren) zeigt über die Zeit eine Zunahme der sportlichen Aktivitäten. Gut die Hälfte der Befragten gab an, mehrmals pro Woche Sport zu treiben. Noch vor zwanzig Jahren waren es nur 36%. Die Zunahme geht primär auf Frauen und Senioren zurück. Gleichzeitig ist der Anteil der bekennenden Sportmuffel geschrumpft: Nur 16% gaben an, nie Sport zu treiben. In den vorherigen Erhebungen war es jeweils rund ein Viertel. An der Spitze der Sportaktivitäten steht Wandern. Weiter sind Radfahren, Schwimmen, Skifahren und Joggen sehr beliebt. Die Schweizer lassen sich das Vergnügen etwas kosten: Im Schnitt der Bevölkerung belaufen sich die Ausgaben für Sport auf rund 2000 Fr. pro Kopf und Jahr. Im Vergleich mit den Ländern der EU steht die Schweiz sehr gut da. Gemessen am Anteil der Leute, die mindestens ein Mal pro Woche Sport treiben, liegt sie mit 75% voraus. Es fällt auf, dass in den Top Ten, mit Ausnahme Sloweniens, zumeist wohlhabende Länder aus den nördlicheren Gefilden Europas rangieren. Am wenigsten Sport getrieben wird in Bulgarien, Griechenland und Portugal; dort sind ­jeweils rund 68% der Bevölkerung sportlich inaktiv.