Unternehmen / Schweiz

Sportradar setzt auf weiteres Wachstum

Der Schweizer Sportdaten-Anbieter setzte im ersten Quartal deutlich mehr – jedoch sank gleichzeitig der Betriebsgewinn.

(AWP) Der Schweizer Sportdaten-Anbieter Sportradar (SRAD 8.07 +2.15%) hat im ersten Quartal 2022 deutlich mehr umgesetzt. Jedoch sank wegen der Kosten aus dem Börsengang vom letzten September der Betriebsgewinn. Im laufenden Jahr will das Unternehmen weiter kräftig wachsen.

Konkret stieg der Umsatz von Januar bis März um 31% auf 167,9 Mio. €, wie das St. Galler Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Das Wachstum sei dabei in allen Geschäftssegmenten und Regionen stark ausgefallen. Allein in den USA haben sich die Verkäufe auf 25,7 Mio. mehr als verdoppelt.

Dagegen sank der bereinigte Betriebsgewinn (EBITDA) um 5% auf 26,7 Mio. €. Sportradar macht dafür hauptsächlich die Kosten für den Gang an die US-Technologiebörse Nasdaq verantwortlich. Dazugekommen sei eine Rückbuchung vorübergehender Covid-19-bezogener Kosteneinsparungen.

Für das Gesamtjahr 2022 stellt der Sportwetten-Anbieter weiterhin einen Umsatz von 665 bis 700 Mio. € und einen bereinigten Ebitda von 123 bis 133 Mio. in Aussicht. Dies würde ein Umsatzwachstum von 18% bis 25% und eine Steigerung des bereinigten Ebitda von 21% bis 30% bedeuten.

Nicht gerade gut läuft es für Sportradar an der Börse. Seit dem Börsengang verlor die Aktie über 60%, aktuell liegt der Kurs bei rund 10 $. Der Ausgabepreis lag bei 27 $.