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Sportradar steigert Umsatz deutlich

Der Sportwetten-Anbieter kann seinen Umsatz im vergangenen Jahr stark steigern. Aufgrund des Börsenganges ging jedoch die Profitabilität etwas zurück.

(AWP) Der Schweizer Sportwetten-Anbieter Sportradar (SRAD 13.39 +11.58%) hat im Geschäftsjahr 2021 deutlich mehr umgesetzt. Wegen der Kosten für den Börsengang ging aber die Profitabilität zurück. Im laufenden Jahr will das Unternehmen weiter kräftig wachsen.

Der Umsatz erhöhte stieg 2021 um 39% auf 561,2 Mio. €, wie das St. Galler Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Das Wachstum sei dabei in allen Geschäftssegmenten und Regionen stark ausgefallen. Allein in den USA haben sich die Verkäufe gegenüber dem Vorjahr auf 71,7 Mio. mehr als verdoppelt.

Im Vergleich zum Umsatz weniger stark stieg der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda). Dieser lag 33% höher bei 102,0 Mio. €, womit sich die entsprechende Marge um einen Prozentpunkt auf 18% abschwächte. Sportradar macht dafür die Kosten für den Börsengang vom September 2021 an der US-Technologiebörse Nasdaq verantwortlich. Ohne diese hätte die Marge einen Wert von 20% erreicht. Unter dem Strich blieb Sportradar ein knapp 16% höherer Reingewinn von 14,8 Mio. €.

Für das laufende Jahr 2022 stellt der Sportwetten-Anbieter einen Umsatz im Bereich von 665 bis 700 Mio. € sowie einen bereinigten Ebitda zwischen 123 und 133 Mio. in Aussicht. Dies würde ein Umsatzwachstum zwischen 18 und 25% und eine Steigerung des bereinigten Ebitda zwsichen 21 und 30% bedeuten.

Weniger gut läuft es derweil an der Börse. Seit dem Börsengang in New York von Mitte September verloren die Sportradar-Aktien gut 45%, aktuell liegt der Kurs bei knapp 15 $. Ausgegeben worden waren die Aktien zu 27 $.