Märkte / Emerging Markets

Staatschefs und ihre waghalsigen Wirtschaftsexperimente

Je autokratischer ein Land geführt wird, desto eher gerät die Wirtschaftspolitik in wilde oder sumpfige Gewässer. Machtfülle ermöglicht Opportunismus.

Auch schon früher gab es sie zur Genüge: Staatschefs, die ursprünglich vielleicht sogar demokratisch gewählt wurden, sich dann allerdings im Laufe der Amtszeit immer mehr zu Autokraten mauserten und ihr Land mit teils abstrusen wirtschaftspolitischen Experimenten an den Abgrund führten.

Muammar al-Gaddafi, der von 1969 bis 2011 Libyen diktatorisch beherrschte, hasste die Schweiz und schrieb eine Resolution an die Vereinten Nationen, in der er die Auflösung der Eidgenossenschaft verlangte. Er sicherte sein Regime nach innen durch ein Günstlingssystem, das auf dem Exporterlös von Erdöl und Gas beruhte. Die Ölgewinne gelangten in die Hände einiger weniger – der libyschen Elite. Der Bürgerkrieg vernichtet seither jegliche Perspektive für das Land.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?