Unternehmen / Industrie

Stadler Rail nähert sich angeblich dem Börsengang

Der Thurgauer Zughersteller soll die beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse mit der Federführung bei dem IPO betraut haben.

(AWP) Der Thurgauer Zughersteller Stadler Rail hat offenbar einen weiteren Schritt auf dem Weg hin zu einem Börsengang (IPO) gemacht. Das Familienunternehmen habe die beiden Grossbanken UBS (UBSG 13.77 -1.4%) und Credit Suisse (CSGN 13.1 -1.54%) mit der Federführung bei der Transaktion betraut.

Dies sagten zwei mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Mit zusätzlichen Aufgaben bei der Transaktion dürften Citibank und die Zürcher Kantonalbank mandatiert werden. Stadler könnte ab dem kommenden Frühjahr an die Schweizer Börse kommen, hiess es weiter.

«Ein Börsengang ist eine Option, aber es ist noch kein Entscheid gefallen», sagte eine Sprecherin von Stadler Rail. UBS, Credit Suisse und Citibank wollten sich nicht äussern.

Stadler stellt unter anderem Hochgeschwindigkeitszüge, U-Bahnen, Trams und Zahnradbahnen her. 2017 erwirtschaftete das Unternehmen mit 7’600 Mitarbeitern einen Umsatz von 2,4 Mrd. Fr. Bis 2020 rechnet der Schienenfahrzeug-Hersteller mit Erlösen von 3,9 Mrd. Fr.

Keine Rückkehr in Politik

Eigentümer und Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler hatte einer Rückkehr in die Politik kürzlich eine Absage erteilt. Der ehemalige SVP-Nationalrat verzichtete auf eine Ständeratskandidatur mit der Begründung, er sei weiterhin für die strategische Entwicklung des Unternehmens verantwortlich und in dieser Funktion stark gefordert.

Die Branche befinde sich in einer zweiten grossen Konsolidierungswelle. So will sich der französische TGV-Hersteller Alstom mit der Zugsparte von Siemens (SIE 100.74 -0.61%) zusammenschliessen, grünes Licht der EU-Kartellwächter steht allerdings noch aus. Weitere wichtige Anbieter sind der chinesische Branchenriese CRRC und die kanadische Bombardier (BBD.B 3.71 -5.6%).

Spuhler war bereits Ende 2012 nach 13 Jahren aus dem Nationalrat zurückgetreten. Er müsse sich angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds verstärkt um seine Firma kümmern, hatte er damals seinen Entscheid begründet.

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